A shift of paradigm – oder: Die 180° Wende bei den öffentlichen Ernährungsempfehlungen

Ich weiß nicht, ob man triumphieren muss, „dass die DGE gescheitert ist“. Auf diesen Seiten spreche ich ja auch an, dass die westlichen Ernährungsempfehlungen nicht wissenschaftlich, sondern wirtschaftlich politisch motiviert entstanden sind.

Nur, was ich mich dabei immer noch frage: Wissen die einzelnen Mitarbeiter der Fachgesellschaften, oder auch der Ministerien, das? Oder glauben die meisten nicht viel eher – freilich ohne einmal ernsthaft hinterfragt und, soweit zutreffend, ihre Arbeit als „Wissenschaftler“ gemacht zu haben – selbst die Mähr von den bösen Fetten und den guten Kohlenhydraten?

Wie offen und ehrlich wird in diesem Fall das geltende High Carb-Paradigma intern kommuniziert – und begründet?

Wie auch immer: Die bisherigen, bis aktuell stehenden öffentlichen Empfehlungen für die Makronährstoffzusammensetzung der Ernährung allgemein und vor allem bei Adipositas‬ (Fettleibigkeit), Diabetes, Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen purzeln. Sie sind nicht mehr lange aufrecht zu erhalten.

Der ebenfalls bekehrte inzwischen Low Carb-Dr. Strunz zitiert in seinem Post vom 07.08.2016 aus einem Beitrag der Fachzeitschrift „MMW Fortschritte der Medizin“ Heft 2016.7, S. 41ff.

Dort schreibt eine Wissenschaftlerin vom notwendigen Paradigmen-Shift hinsichtlich der Ernährungsempfehlungen zur Therapie und Prävention des metabolischen Syndroms, bei Diabetes und und… Unter dem deutschen Haupttitel: „So steuern Sie das Essverhalten Ihrer Patienten in die richtige Richtung“. Als wenn nichts dabei wäre…

Wie wird er also wohl vonstatten gehen, der „geordnete Rückzug“, die offzielle 180 Grad Wende der Ernährungsfachgesellschaften und wissenschaftlichen Experten? Ich vermute mit Strunz, im Sinne von „…Haben wir je was anderes behauptet?“, bzw. stillschweigend, nicht weiter drauf eingehend und jetzt einfach die neuen Regeln verkündend.

Mal schauen, wie sich die etablierten Medien dazu verhalten werden.

Hier gehts zum typisch schmissig und bissig geschriebenen Blogpost „Geordneter Rückzug“ von Dr. Strunz