Winter-Kneippen

Schneetreten und -abreiben als erfrischendes Gesundheitstraining

Nimmst du gewöhnlich nahezu jeden grippalen Infekt des Jahres mit? Trainiere aktiv dein Immunsystem! Das ganzjährig empfehlenswerte morgendliche Tautreten etwa, nach Kneipp, kann im Winter zum Schneetreten werden.

Die Haut ist das größte Organ unseres Körpers und benötigt als „Training“ maßvolle aber deutliche Reize vor allem in Form von Reibung (z.B. durch Trockenbürsten und abrubbeln mit einem rauen, an der Sonne getrockneten Handtuch) und verschiedenen Temperaturen. Setze die freie Haut regelmäßig Wind und Wetter aus. Auch der Sonne, und zwar in der Regel ohne Sonnencreme! Natürlich mit Verstand, die Haut muss jedes Jahr wieder individuell Zeit erhalten, langsam ihren natürlichen Sonnenschutz aufzubauen.

Speziell die Fußsohlen übermitteln uns mit Ihren zahlreichen Rezeptoren und Nervenendigungen den Großteil der sensorischen Informationen. Eigentlich! Denn die Füße sperren wir gewöhnlich täglich und lebenslänglich weg in starre, schmal zu laufende, hochhackige Schuhe. Aus den Augen, aus dem Sinn mit den Füßen – bis sie deformiert sind und schmerzen. Dann gibt es Einlagen und OPs. Ist das „fortschrittlich“? (Siehe hier auch meinen Beitrag zum Ballengang und Barfußlaufen.)

Gönnen wir uns wieder verschiedentliche natürliche gesundheitspflegende Verhaltensmaßnahmen und Sinnes-Empfindungen. Unser Körper und unser Geist werden es uns danken. :-)

Anmerkung: Zum Schneetreten nach Kneipp reicht es, nur die Füße blank zu ziehen, um ein allgemeines Abkühlen zu verhindern. Wenn du das Schneetreten so wie ich im Video mit einer kurzen Ober- oder sogar Ganzkörperanwendung verbinden willst, ist das aber auch völlig ok, ja prinzipiell umso besser. Übertreibe es aber nicht – auch die Anpassung an Kälte braucht Gewöhnung und Training! Täglich kalt duschen ist hierzu ebenfalls hervorragend. Zudem solltest du Herz-gesund sein. Frage im Zweifelsfall vorher deinen Arzt dazu.

Schreibe einen Kommentar